Anbau

Die anspruchsvolle Bodenfrucht wird in der modernen mechanisierten Landwirtschaft am liebsten auf großen, zusammenhängenden, nicht all zu steilen Äckern angebaut.Die Inkas bauten die Knollen auf kleinen, steilen, steinigen Bergparzellen an, wo Mais nicht mehr wuchs. Heute wachsen Mais und Kartoffeln im Mittelland und im Voralpengebiet nebeneinander. Kartoffeln sind frostempfindlich; sie dürfen erst gepflanzt werden, wenn im Frühjahr kein Frost mehr droht. Nicht aus Samen, sondern aus Saatkartoffeln, aus besonders gepflegten und ausgesuchten Knollen werden neue Pflanzen gezogen.

Neben der konventionellen, landwirtschaftlen Anbaumethode und der Biolandwirtschaft, hat sich eine dritte Anbaumethode etabliert. Der kontrollierte integrierte Anbau verbindet beide Methoden: Er verzichtet nicht völlig auf die Unterstützung der Chemie. Diese wird aber erst nach sorgfältiger Prüfung verwendet. Hauptsächlich erfolgt die Anreicherung des Bodens über Gründungung, d.h. die Felder werden mit Klee und Lupinen besetzt, weil diese Pflanzen Stickstoff im Boden anreichern. Erst danach wird chemischer Dünger minimal eingesetzt.